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Gerechtigkeit in der westlichen Welt (1 Leser) (1) Gast
Fragen rund um den christlichen Glauben können hier gestellt werden.
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THEMA: Gerechtigkeit in der westlichen Welt
#126
Christian (Benutzer)
Neues Mitglied
Beiträge: 13
graphgraph
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Geschlecht: männlich
Gerechtigkeit in der westlichen Welt vor 4 Jahren  
Vorhin hab ich einen Beitrag im Radio gehört, es ging um Dorothee Sölle, die heute vor 5 Jahren gestorben ist. Sie prägte unter anderem den Spruch: "Gott hat keine anderen Hände als unsere.“

Sie hatte unter anderem den Begriff der Gerechtigkeit auf den Prüfstand gestellt, die in der heutigen Zeit herrscht. Während es in der Westlichen Welt viele Millionen Christen gibt, hungern und sterben Millionen andere Menschen und Kinder (ich will mal den Ausdruck Glaubensbrüder bemühen) in der Dritten Welt. Wie ist denn das mit der Vorstellung von Christen in Verbindung zu bringen? Ich denke, die eigene Einschätzung ist natürlich immer, dass wir alle zu wenig Geld haben (was ja menschlich ist ).

Aber warum wird so wenig getan dafür, dass wenigstens der Hunger gestillt und Krankheiten vermindert werden in den armen Regionen der Welt? Also in unserer Gemeinde wird eigentlich regelmäßig für diese Zwecke gesammelt, aber scheinbar reicht das einfach nicht aus.

Ist es gerecht, wenn wir mal am Sonntag spenden, oder ist es eigentlich zu wenig? Natürlich kann man sagen, dass es zu wenig ist, denn man könnte ja immer auf Sparflamme leben und alles geben, was übrig bleibt. Ich würde würd das Thema trotzdem gerne mal näher beleuchten.
 
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Letzte Änderung: 27.04.2008 20:46 von Christian.
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#133
Wencke (Benutzer)
Moderator
Beiträge: 132
graph
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Geschlecht: weiblich Geburtstag: 1965-07-22
Aw: Gerechtigkeit in der westlichen Welt vor 4 Jahren  
Hallo!

Mir kommt es vor, als ob das zu wenig wäre, da es sich bei den Armen größtenteils um Arm-Gemachte handelt. Ich werde künftig Zeit investieren, um die verschlungenen Wege kennen zu lernen, wie diese Leute arm gemacht werden, um mehr darüber zu lernen, wie man dies verhindern kann. Wieder mal scheint mir Zeit das Wichtigste zu sein, was ich investieren kann.

Und ich habe bereits festgestellt, dass sogar ich was davon habe. Fair gehandelter Kaffee schmeckt mir bspw. besser als der übliche, nicht zuletzt wohl auch, weil ich ihn bewusster trinke. In dieser Preisklasse wird Kaffee halt wieder zum Genussmittel...

Wencke
 
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#136
Rosalie M (Benutzer)
Neues Mitglied
Beiträge: 18
graphgraph
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Geschlecht: weiblich Geburtstag: 1967-08-15
Aw: Gerechtigkeit in der westlichen Welt vor 4 Jahren  
Guten Abend, Wencke!

Ja, Zeit ist vielleicht tatsächlich das wertvollste, was man schenken kann. Aber dazu muss man sie erst einmal haben.
Und so viele Menschen heute glauben, sie hätten zu wenig. Etwa um sich mal bei einer Tafel (Lebensmittelabgabe für Bedürftige) reinzustellen.

Es ist eine Tretmühle: Gegen das Elend im Ausland wird nichts gemacht, weil es heißt, wir haben doch selber so viele Arme hier, und gegen das Elend im Inland wird nichts gemacht, weil es heißt, ich bin selber arm, nein, finanziell geht es mir nicht schlecht, aber der Einsatz ist hoch.

Ich weiß auch nicht, wie man den Knoten auf kriegt.

Gruß,
Rosalie
 
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#142
Wencke (Benutzer)
Moderator
Beiträge: 132
graph
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Geschlecht: weiblich Geburtstag: 1965-07-22
Aw: Gerechtigkeit in der westlichen Welt vor 4 Jahren  
Hallo, Rosalie!

Ja, also ich meinte das mit der Zeit zunächst schon ein bisschen anders, ehrlich gesagt. Ich finde, dass man im Zeitalter des Internet keine Ausrede mehr hat, wenn man Produkte kauft, mit denen man Armut und Umweltverschmutzung in der 3. Welt unterstützt. Früher war es für den Einzelnen ja kaum möglich, an die Informationen zu kommen, die er bräuchte, um sich beim Einkaufen möglichst fair zu verhalten. Aber heute...
... Nun gut *mich-an-die-eigene-Nase-fass*!

Aber Du hast natürlich Recht! Kaum etwas expandiert heute so stark wie die Tafeln. Erst gestern hab ich wieder einen Lieferwagen einer Tafel vor einem Laden stehen sehen, vollgeklebt mit Werbung der Sponsoren. Ach ja - das wäre auch was, worauf man vor dem Einkaufen schauen könnte.


@ Christian: Das Sammeln finde ich schon auch wichtig, vielleicht gar nicht so sehr wegen dem Betrag, der dabei zustande kommt, sondern weil das Bewusstsein geschärft wird. Ein Blick über den Tellerrand. Engagiertes Lernen.


Wencke
 
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Letzte Änderung: 03.05.2008 08:39 von Wencke.
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