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Hallo miteinander,
noch weiß ich nicht, ob ich hier richtig bin. Dennoch möchte ich es mal versuchen, mich vorzustellen.
Inzwischen bin ich 61 und seit einem Jahr pensioniert. Bis dahin arbeitete ich als Lehrer. Mein erstes Unterrichtsfach war Religion. Ich studierte Ev. Theologie im Hauptfach und wollte ursprünglich Pfarrer werden. Im Grunde habe ich es immer bedauert, diesen Weg nicht wirklich gegangen zu sein.
Anfangs der 80iger Jahre stand ich für längere Zeit wiederholt auf der Kanzel und habe mit Genehmigung des zuständigen Superintendenten Gottesdienste gehalten. Bis heute erinnere ich mich gerne daran.
Mein Leben verlief nicht unbedingt glatt. Mit 25 heiratete ich, wurde vierfacher Vater. Meine beiden Töchter und meine beiden Söhne sind inzwischen erwachsen und haben mich auch Großvater werden lassen.
Obwohl meine Ehe nicht gerade ohne Reibung verlief, kam das Ende für mich dann doch überraschend. Bis heute ringe ich mit diesem Umstand. Besonders die Erfahrung, dass gerade aus "christlichen Kreisen" meine Frau unterstützt wurde, "mutig ihren Weg zu gehen", hat mich aus der Bahn geworfen. Nach mir, der ich damals als alleinerziehender Vater zurückblieb, fragte kaum jemand. Ich fühlte mich sehr allein gelassen.Ich bin Spastiker von Geburt an. Vor 4 Jahren erlitt ich zudem einen Oberschenkel-Halsbruch, der mein Leben grundsätzlich veränderte. Bis dahin konnte ich mich auch auf längeren Strecken ohne Geh-Hilfe bewegen. Das ist mir heute selbst in meiner Wohnung und auf kleinen Distanzen nicht mehr möglich.
Besonders schwer fällt mir das Alleinsein. Mein privates Interesse gilt der Politik, Fragen des Glaubens und der Psychologie. Über etliche Jahre leitete ich bei einem Internet-Anbieter ein Psychologie-Forum und moderierte in der Zeit etwa 400 Chats zu Fragen des menschlichen Miteinanders.
So, das muss erst einmal reichen. Über Rückfragen und Kontakte freue ich mich.
Herzliche Grüße
H. - der sich auch Paperback nennt.
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